Gruppe um Prinz Reuß: Noch eine Reichsbürger-Razzia in Sachsen, Mann festgenommen
Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und die Soko Rex vom Landeskriminalamt Sachsen haben Durchsuchungen im Zusammenhang mit der Gruppe „Prinz Reuß“ durchgeführt. Ein Mann (41) wurde festgenommen.
Wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte, wurden am heutigen Donnerstag mit Unterstützung von Spezialeinheiten des MEK und SEK sowie weiteren Spezialkräften insgesamt elf Objekte durchsucht. Die Durchsuchungen fanden hauptsächlich im Erzgebirgskreis, in Marienberg, Olbernhau und Großrückerswalde sowie in Dippoldiswalde statt.
„Den in Sachsen wohnenden oder aufhältigen acht Beschuldigten wird unter anderem vorgeworfen, sich im Tatzeitraum von August bis Dezember 2022 mitgliedschaftlich in einer terroristischen Vereinigung um den vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt am Main angeklagten Heinrich XIII. Prinz Reuß betätigt oder diese Vereinigung unterstützt zu haben“, heißt es von Seiten des LKA.
Nach einem Sturz der deutschen Regierung waren die Beschuldigten, deutsche Staatsangehörige im Alter von 38 und 63 Jahren, für den Aufbau eines Systems von sogenannten „Heimatschutzkompanien“ eingeplant.
Außerdem wurde ein 41 Jahre alter Deutscher in Freiberg festgenommen, gegen den ein Haftbefehl des Oberlandesgerichts Dresden vorlag. Er soll einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.
Gruppe um Prinz Reuß plante Sturz der deutschen Regierung
Dabei handelt es sich um Benjamin Z., laut eigenem Lebenslauf von 2005 bis 2008 Ausbilder bei der deutschen Marine, von 2008 bis 2011 dort Waffentechniker.
„Sie sollen bei dem Aufbau eines Systems von sogenannten ,Heimatschutzkompanien‘ nach dem Sturz der deutschen Regierung eingeplant gewesen sein“, so Anders. Nach TAG24-Informationen sollte Benjamin Z. dabei die Führung einer solchen Miliz übernehmen.
Bei den Durchsuchungen wurden Datenträger, Messer und Funkgeräte sichergestellt. Besonders die Datenträger müssen nun ausgewertet werden. Die Ermittlungen dauern an.
Die Bundesanwaltschaft wirft neun in Frankfurt Angeklagten vor, Mitglieder einer terroristischen Vereinigung gewesen zu sein beziehungsweise diese unterstützt zu haben. Der Hauptangeklagte ist Heinrich XIII Prinz Reuß (74).
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MDR 22. Januar 2026
Razzia in Reichsbürgerszene in Sachsen – eine Festnahme
In Sachsen hat es am Donnerstag eine großangelegte Razzia im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Reichsbürgernetzwerk um Heinrich XIII. Prinz Reuß gegeben. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mitteilte, wurden am Morgen elf Objekte in den Landkreisen Erzgebirge und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge durchsucht, die meisten davon in Marienberg.
Auch in Olbernhau, Großrückerswalde und Dippoldiswalde waren Spezialkräfte der Polizei im Einsatz, beschlagnahmten digitale Datenträger sowie Messer und Funkgeräte.
Acht Verdächtige, eine Festnahme
In Freiberg wurde nach Angaben der Ermittlungsbehörde ein 41 Jahre alter Mann festgenommen. Für ihn hatte das Oberlandesgericht einen Haftbefehl erlassen. Er ist einer von insgesamt acht Beschuldigten, denen die Generalstaatsanwaltschaft unter anderem die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorwirft.
Die zwischen 38 und 63 Jahre alten Männer sollen zwischen August und Dezember 2022 dem bundesweiten Netzwerk um Prinz Reuß angehört oder es zumindest unterstützt haben.
Rädelsführer schon vor Gericht
Reuß und weitere mutmaßlich führende Mitglieder des Reichsbürgernetzwerks waren Ende 2022 verhaftet worden. Die Gruppierung soll den gewaltsamen Sturz der Bundesregierung und den Aufbau eines Systems von sogenannten Heimatschutzkompanien geplant haben.
Dabei hätten sie den Ermittlungen zufolge bewusst Tote in Kauf genommen. Gegen die mutmaßlichen Rädelsführer laufen bereits Prozesse an den Oberlandesgerichten in Frankfurt am Main, Stuttgart und München.
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Bullen
Festnahme im Zusammenhang mit Gruppe »Prinz Reuß«
22.01.2026, 09:53 Uhr — Erstveröffentlichung
Generalstaatsanwaltschaft Dresden und Soko Rex des Landeskriminalamts Sachsen führen Durchsuchungen durch und nehmen eine Person fest
Generalstaatsanwaltschaft Dresden und Soko Rex des Landeskriminalamts Sachsen führen Durchsuchungen durch und nehmen eine Person fest
Im Rahmen eines Ermittlungskomplexes der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, Zentralstelle Extremismus Sachsen (ZESA), wurden heute in Zusammenarbeit mit der Soko Rex des Landeskriminalamts Sachsen mit Unterstützung von Spezialeinheiten des MEK und SEK sowie weiteren Spezialkräften insgesamt elf Objekte durchsucht. Dabei handelt es sich um sechs Objekte in Marienberg, zwei in Olbernhau und eins in Großrückerswalde (Erzgebirgskreis) sowie zwei in Dippoldiswalde (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge).
Ein männlicher deutscher Beschuldigter (41 Jahre) wurde aufgrund eines Haftbefehls des Oberlandesgerichts Dresden in Freiberg festgenommen.
Den in Sachsen wohnenden oder aufhältigen acht Beschuldigten wird unter anderem vorgeworfen, sich im Tatzeitraum von August bis Dezember 2022 mitgliedschaftlich in einer terroristischen Vereinigung um den vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt am Main angeklagten Heinrich XIII. Prinz Reuß betätigt oder diese Vereinigung unterstützt zu haben. Sie sollen bei dem Aufbau eines Systems von sog. »Heimatschutzkompanien« nach dem Sturz der deutschen Regierung eingeplant gewesen sein.
Bei den Beschuldigten handelt es sich jeweils um deutsche Staatsangehörige im Alter zwischen 38 und 63 Jahren.
Der festgenommene Beschuldigte wird dem Ermittlungsrichter des Oberlandesgerichts Dresden vorgeführt, der über die Invollzugsetzung des Haftbefehls entscheiden wird.
Neben digitalen Datenträgern wurden auch Messer und Funkgeräte sichergestellt.
Die Maßnahmen und Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der sichergestellten digitalen Asservate, dauern an.