Neues Querfront-Medium: BSW-Politiker liefern Inhalte für Kanal mit Verbindungen ins rechtsextreme Milieu – und nach Russland

Ein neuer Onlinekanal gibt sich betont links und marxistisch, Politiker des BSW steuern bereitwillig Inhalte bei. Doch RND-Recherchen zeigen: Die Betreiber des Kanals haben enge Verbindungen zu Rechtsextremen – und nach Russland.

Ein sonniger Samstag Ende März auf dem gut gefüllten Potsdamer Platz in Berlin. Vor einer Bühne halten Menschen Plakate mit Friedenstauben in die Höhe, es wehen Fahnen der Islamischen Republik Iran und des BSW. Die Wagenknecht-Partei hat zur Kundgebung gegen den Iran-Krieg aufgerufen.

Mehrere Promis der Partei sprechen auf der Bühne: Amira Mohamed Ali und Fabio de Masi etwa, die beiden Bundesvorsitzenden. Michael Lüders, Vorstandsmitglied, spricht von „einer Politik, die so ziemlich alles falsch macht, was man überhaupt nur falsch machen kann“.

Nach den Redebeiträgen nähert sich ihm hinter der Bühne ein Mann. In der Hand hält er eine Ausgabe des rechtsextremen „Compact-Magazins“. Ein Geschenk für BSW-Politiker Lüders, „von Herrn Elsässer persönlich“, sagt der Mann, meint damit den Gründer und Chefredakteur des Magazins, und überreicht das Heft. „Ok, cool, danke“, entgegnet Lüders.

Der Mann mit dem Magazin ist nicht nur für „Compact“ aktiv. Nach Recherchen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) stecken er und mehrere Mitstreiter hinter einem neuen Online-Kanal, der sich betont links und kommunistisch gibt – und explizit die Nähe zum BSW sucht.

Name: „Rot & Real“. Zwei niedersächsische BSW-Politiker arbeiten bereits direkt mit dem Kanal zusammen.

Neben dem Mann, der die Nähe zu Lüders suchte und im Internet nur unter einem Pseudonym auftritt, ist vor allem eine Person an „Rot & Real“ beteiligt: Dominik Reichert, ein ehemaliger Mitarbeiter des russischen Staatssenders „RT DE“, der heute Reporter für das rechtsextreme „Compact-Magazin“ ist.

Im Netz geben die Betreiber des Kanals ihre Identität jedoch nicht preis. Es stellt sich die Frage: Warum? Soll die Verbindung zu „Compact“ verschleiert werden, damit das Magazin unauffällig Einfluss unter Linken gewinnen kann? Oder stecken gar russische Staatsmedien dahinter, die linke und rechte Parteien gleichermaßen unterstützen – solange sie kreml-freundlich sind?

Traum von der Querfront

Jürgen Elsässer – der Mann, dessen persönlicher Gruß bei der Übergabe des Magazins ausgerichtet wurde – träumt schon seit Jahren von einer „Querfront“. Eine politische Bewegung von weit links bis ganz rechtsaußen. Kreml-freundliche „Friedensaktivisten“ sollen in ihr ebenso Platz finden wie völkische „Sozialpatrioten“, linker und rechter Antisemitismus Hand in Hand gehen.

Elsässer gilt mittlerweile als zentrale Figur der rechten Szene. In früheren Jahren war er Kommunist, arbeitete als Journalist für mehrere linke Medien. Dann entdeckte er das Nationale für sich, driftete immer weiter nach rechts.

Das „Compact-Magazin“, das Elsässer 2010 mitgegründet hat, sollte seine Vorstellungen von einer breiten Front aus Linken und Rechten Realität werden lassen – und zum gemeinsamen Angriff auf das politische System blasen. Doch funktioniert hat das nicht: Von einem Querfront-Medium hat sich das Magazin zur rechtsextremen Postille entwickelt. Es ist fest im Unterstützerumfeld der AfD verankert, der Verfassungsschutz stuft es als rechtsextrem ein.

Die frühere Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte es im Juni 2024 sogar verboten – das Bundesverwaltungsgericht hob das Verbot im vergangenen Jahr wieder auf. Daran, dass „Compact” eindeutig rechtsextrem ist, ändert das Urteil jedoch nichts. Sympathiebekundungen von Elsässer und seinen Leuten für Sahra Wagenknecht und ihr BSW stoßen deshalb nur in Teilen der Partei auf Gegenliebe.

Gemeinsamer Einsatz für „Compact“ und „Rot & Real“

Wie eng das rechtsextreme „Compact“-Magazin und der neue, vermeintlich linke Kanal „Rot & Real“ zusammenhängen, zeigt sich Anfang März in Berlin. Ebenfalls bei einer Demo, ebenfalls auf dem Potsdamer Platz.

Bundesweit demonstrieren Menschen an diesem Donnerstag unter dem Motto „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ in Dutzenden Städten. In der Hauptstadt haben sich mehrere Tausend versammelt, viele von ihnen Schülerinnen und Schüler.

Mittendrin: „Compact“-Reporter Dominik Reichert und jener Mann, der Michael Lüders wenige Wochen später das „Compact-Magazin“ überreichen wird. Er ist schätzungsweise um die 50 Jahre alt, trägt einen schwarzen Kapuzenpullover, Jeans, weißblaue Sneaker. Die beiden huschen durch die Menge, filmen Redebeiträge und führen Interviews mit Demonstrierenden.

Mit einer jungen Frau aus einer Gruppe pro-palästinensischer Demonstranten etwa. Sie trägt eine Kufiya, auch als „Palästinensertuch“ bekannt, über ihrer Lederjacke. Und wird im Interview sagen, dass Putin kein Kriegsverbrecher sei. Die Sequenz wird einen halben Tag später in einer Sendung des rechtsextremen „Compact-Magazins“ auf Youtube veröffentlicht und passt ins Russland-freundliche Bild, das Compact so regelmäßig verbreitet.

Einige Meter weiter interviewen die beiden Männer einen palästinensischen Aktivisten, der 2024 wegen des Vorwurfs der antisemitischen Hetze aus der Linkspartei ausgeschlossen wurde. Gleiche Demo, gleiche Reporter – doch dieses Interview läuft nicht bei „Compact“, sondern auf den Kanälen von „Rot & Real“.

Die Veröffentlichungen zeigen die engen Verbindungen zwischen dem rechtsextremen Magazin und dem vermeintlich linken Online-Kanal – personell und inhaltlich.

„Vaterländisch – aber von Links“

„Rot & Real“ bezeichnet sich selbst als „Vaterländisch – aber von links“. Man schwelgt in DDR-Nostalgie, steht an der Seite Putins und des iranischen Mullahregimes. Gestartet ist der Kanal Anfang Februar dieses Jahres. Er ist seitdem vor allem auf Telegram und X (früher Twitter) aktiv.

Bislang hat das Projekt nur wenig Reichweite, doch die Betreiber sind umtriebig. In den vergangenen zweieinhalb Monaten haben sie Hunderte Beiträge veröffentlicht. Täglich erscheinen neue Texte, regelmäßig auch Videoberichte von Demonstrationen.

„Rot & Real“ und das BSW

Besonders auffällig ist die Nähe zum BSW. „Rot & Real“ berichtet nicht nur über die Partei, sondern arbeitet direkt mit Politikern der Wagenknecht-Partei zusammen: Frederick Broßart, Mitglied im niedersächsischen BSW-Landesvorstand, nahm in den vergangenen Wochen mehrere Videos als Gastbeiträge für den Kanal aus dem „Compact“-Umfeld auf. In einem gut anderthalbminütigen Clip rechnete Broßart etwa mit der Nato ab, die er als „Unsicherheitsbündnis“ bezeichnet, in einem weiteren kommentierte er Donald Trumps Drohungen gegen den Iran.

Jannick Schleemann, Kreissprecher des BSW im niedersächsischen Kreis Mittelweser und Landesvorstandsmitglied der BSW-Jugend, äußerte in einem Gastvideo für „Rot & Real“ Kritik am Wehrdienstgesetz und machte Werbung für seine Partei.

Broßart erklärte auf RND-Anfrage, ihm sei bewusst gewesen, wer die Beteiligten an „Rot & Real“ seien und er stehe in „gutem, persönlichem Kontakt“ mit ihnen. Für seine Entscheidung, dort mitzuwirken, seien jedoch „der Kanal selbst und dessen inhaltliche Ausrichtung entscheidend“.

Ähnlich begründete auch Schleemann seine Mitwirkung. Der niedersächsische BSW-Landesvorsitzende Holger Onken und der Landesverband selbst verbreiten regelmäßig Beiträge von „Rot & Real“ auf X.

Dass es im BSW und einem Teil der politischen Linken eine Offenheit für solche Querfrontversuche gibt, verwundert den Historiker Volker Weiß nicht. „Man vertritt dort oft einen rhetorischen Antifaschismus – dahinter kommt dann aber sehr wenig“, sagt er. Schnittmengen mit Rechten gebe es vor allem in Bezug auf Russland und die Ukraine und bei der Betrachtung des Nahen Ostens.

„Parolen der alten Friedensbewegung werden recycelt, obwohl sich die historisch-gesellschaftlichen Koordinaten völlig geändert haben.“ Einzelne Politikerinnen und Politiker des BSW sind etwa gemeinsam mit Rechtsextremen „für Frieden“ und gegen die Unterstützung der Ukraine auf die Straße gegangen.

Wie aus dem Playbook russischer Staatsmedien

Ist „Rot & Real“ also ein neuer „Querfront“-Versuch aus dem Team von Jürgen Elsässer? Die Biografie von Dominik Reichert lässt noch einen anderen Schluss zu.

Seit vielen Jahren gehören Antiamerikanismus oder eine feindselige Einstellung zur Ukraine, wie „Rot & Real“ sie verbreitet, auch zum Themenkanon russischer Staatsmedien in Europa. Ihr Ziel: Die öffentliche Meinung beeinflussen, Kreml-freundliche Einstellungen fördern, gesellschaftliche Spaltungen verstärken. Ob sie dafür Verbündete links oder rechts der Mitte finden, ist für ihr Anliegen egal.

Die Vorgehensweise des Projekts „Rot & Real“ erinnert zumindest an frühere Versuche der Kreml-Medien, linke Zielgruppen zu erreichen: 2018 gründete die russische Staatsmedienagentur Ruptly in Berlin das linke Onlinemedium „Redfish” und verschleierte in der Öffentlichkeit und gegenüber Interviewpartnern zunächst, wer dahintersteckt.

2022 gründete der Staatssender „RT DE“ gleich eine ganze Reihe neuer Kanäle – um die von der EU verhängten Sanktionen gegen den Sender zu umgehen. Die Kanäle wurden von Anfang an mit einem hohen Aufwand betrieben. RND-Recherchen hatten im Dezember 2022 mehrere dieser Kanäle enttarnt, die ohne Hinweis auf die eigentlichen Urheber agierten.

Nicht nur Herangehensweise und Themen ähneln dem aktuellen Kanal: Das RND konnte damals nachweisen, dass der heutige „Rot & Real”-Macher Dominik Reichert für mehrere der verdeckt betriebenen RT-Kanäle arbeitete.

Später zog Reichert nach Moskau, um dort als Moderator für „RT DE“ zu arbeiten. Er war auch Co-Moderator der Sendung des seit dem vergangenen Jahr mit EU-Sanktionen belegten Propagandisten Thomas Röper.

Im vergangenen Jahr heuerte er, zurück in Deutschland, beim rechtsextremen „Compact“ an. Auch Reicherts Mitstreiter – der Mann, der Lüders das Magazin überreichte – hat nach RND-Recherchen enge Verbindungen ins Umfeld russischer Staatsmedien.

Die „Rot & Real-Redaktion“ teilt auf Anfrage mit, kein russisches Staatsmedienprojekt und auch kein Ableger von „Compact“ zu sein, eine gesicherte Finanzierung für das Projekt gebe es nicht.

„Vielmehr wird das Projekt von allen Beteiligten ausschließlich in ihrer Freizeit und aus marxistischer Überzeugung betrieben“, heißt es in der Erklärung weiter. Das schließe eine Finanzierung, Unterstützung oder Einflussnahme durch andere „Redaktionen oder gar Staaten ausdrücklich aus.“

Wie nahtlos sich „Rot & Real“ in das Ökosystem russischer Staatsmedien und staatsnaher Kanäle einfügt, zeigt jedoch eine Netzwerkanalyse der Veröffentlichungen auf Telegram. Beiträge des Kanals „Rot & Real“ werden dort regelmäßig von pro-russischen Propagandakanälen geteilt.

Unter anderem von einem Kanal, der laut Recherchen des exilrussischen Investigativmediums „The Insider“ enge Verbindungen zum russischen Militärgeheimdienst GRU hat.

 

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„Querfront“ zwischen Rechts und Links: In Kreml-Nähe und Antisemitismus vereint

Seit Jahren gibt es vor allem von Rechtsextremen Bestrebungen, eine „Querfront“ aufzubauen: Teile der politischen Linken und Rechten vereint gegen das politische System. Der Historiker Volker Weiß erklärt, was dahinter steckt – und wo es ideologische Schnittmengen gibt.

Herr Weiß, es gibt seit Jahren immer wieder Versuche, eine „Querfront“ aufzubauen, die Rechte und Linke über Lagergrenzen hinweg vereinen soll. Wo liegen die Ursprünge solcher Ideen?

Ich bin bei dem Begriff immer etwas vorsichtig, weil er historisch eigentlich etwas anderes beschrieben hat: Die eigentliche Querfrontidee war Anfang der 1930er Jahre ein Versuch aus dem Umfeld des letzten Reichskanzlers der Weimarer Republik, Kurt von Schleicher, eine Militärdiktatur mit Massenbasis zu schaffen. Sie sollte auf die nicht-marxistischen Gewerkschaften gestützt sein, als populistisches, plebiszitär begründetes autoritäres Regime. Heute meint man mit „Querfront“ meist Annäherungsprojekte zwischen links und rechts. Wobei man da genau hinschauen muss: Der neurechte Autor Benedikt Kaiser hat früh klargestellt, dass es dabei gar nicht um eine Allianz geht – sondern darum, in den anderen Flügel einzudringen, ihn zu zerstören und die Erbmasse zu übernehmen. Das ist eine Strategie, die explizit ausformuliert wurde.

Wo gibt es echte ideologische Schnittmengen?

Die gibt es aktuell vor allem beim Thema Russland-Ukraine und im Nahostkonflikt. Aber man darf nicht vergessen: Die Rechte ist in diesen Fragen selbst tief gespalten. Es gibt völlig unterschiedliche Positionen, gerade wenn es um den Iran, um Gaza oder um die Frage geht, wie man zu Trump und MAGA steht. Das zieht sich bis in den AfD-Vorstand: auf der einen Seite der ostorientierte Chrupalla, auf der anderen die eher MAGA-orientierte Alice Weidel.

Welche Rolle spielen Akteure wie Jürgen Elsässer und das Compact-Magazin?

Elsässer gehört zu einer langen Reihe von Konvertiten, die sich von der Linken aufgemacht haben und am Ende ganz rechts gelandet sind. Das Muster ist erkennbar: Wenn Linke plötzlich die Nation als Schutzschirm gegen das internationale Kapital entdecken, geht das relativ schnell. Dann ist das Kapital auf einmal nicht mehr deshalb schlecht, weil es den Mehrwert einstreicht und die Arbeiter ausbeutet. Die alte Klassenkritik verfällt und sucht sich nationale und personalisierte Andockpunkte.

Wie groß ist die Offenheit auf der Linken für solche Angebote?

Ich fürchte, sie ist deutlich gegeben. Man vertritt dort oft einen rhetorischen Antifaschismus – dahinter kommt dann aber sehr wenig. Das zeigt sich in Angriffen auf antisemitismuskritische Linke, auch innerhalb der Gaza-Solidarität. Weite Teile davon verstehen sich als links, aber es ist ein Bündnis mit Islamisten, das unter linken Koordinaten eigentlich nicht funktionieren könnte.

Ein ganz wesentlicher Katalysator war die Corona-Krise, in der noch einmal viel durcheinandergewirbelt wurde. Ein Beispiel dafür ist die Berliner Zeitschrift „Demokratischer Widerstand“ aus dem Lager der Corona-Impfgegner. Dort waren diese Allianzen zwischen Linken und Rechten schon sehr deutlich zu sehen, und sie haben entsprechend auch beim Gaza-Thema mitgemacht. Gleich nach dem 7. Oktober 2023, der geflissentlich ignoriert wurde, empörte sich das Blatt über eine von den UN ausgehandelte Gefechtspause zur Evakuierung von Kindern und für ein Polio-Impfprogramm, mit dem sinngemäßen Vorwurf, die WHO wolle damit Gaza durchimpfen. Diese Themen wurden einfach miteinander vermischt.

Welche Rolle spielt Antisemitismus dabei?

Eine große, vor allem in der Form des Antizionismus, der sich über die Jahrzehnte stark gewandelt hat – nicht im Inhalt, aber in den Trägergruppen. Er kommt ursprünglich aus dem arabischen Nationalismus, wandert über sozialistische Experimente der Baath-Parteien in die Neue Linke, wird von Islamisten übernommen und hatte immer auch ein rechtes Feld. Der klassische Trick im Post-Shoah-Antisemitismus ist: Ich habe nichts gegen Juden, ich habe etwas gegen Zionisten. Das gab es auch bei deutschen Rechtsterroristen der 1980er Jahre. Und in der AfD gibt es eine kleine Führungsschicht, die sich taktisch israelfreundlich positioniert, vor allem, weil sie damit meint, die deutsche Vergangenheit erledigen zu können. Darunter gärt eine völlig andere Strömung.

Gibt es trotzdem fundamentale Widersprüche, die eine echte Querfront verhindern?

Die linke Solidargemeinschaft der Klasse und die rechte Volksgemeinschaft stehen sich gegenüber und sind eigentlich nicht vereinbar. Aber wie man diese Vereinigung zumindest scheinbar hinbekommen kann, das hat der Nationalsozialismus bereits vorgeführt. Er war mitnichten ein Sozialismus, konnte aber bestimmte sozialpolitische Aspekte integrieren, weil er eine Massenbasis hatte. Genau das will eine Alice Weidel nicht verstehen, wenn sie ihre These verbreitet, Hitler sei Kommunist gewesen. Eine solche Reduktion des NS auf Sozialpolitik setzt letztlich nur dessen Volksgemeinschafts-Propaganda fort.

Zur Person
Volker Weiß ist promovierter Historiker und Publizist. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der neurechten Szene, sein Buch „Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“ gilt als Standardwerk. Im Mai 2026 erscheint Weiß‘ neues Buch „Katechon“ über „die Ideologie hinter Peter Thiel, Donald Trump und Co“ im Verlag Klett-Cotta.