Großrazzia in Nürnberg, Fürth und Hersbruck auch in Leipzig: Polizei durchsucht zahlreiche Wohnungen
Am frühen Mittwochmorgen (11. März) startete die Polizei Mittelfranken eine große Durchsuchungsaktion in zahlreichen Wohnungen, unter anderem in Mittelfranken und Oberfranken. Bei der Razzia wurden zahlreiche Beweismittel sichergestellt.
Wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs hat das Polizeipräsidium Mittelfranken am Mittwochmorgen mehrere Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Nürnberg durchgeführt. Die Durchsuchungen standen im Zusammenhang mit der Demonstration am 26. April 2025 in Nürnberg.
Über Tausend Demonstrierende sind an diesem Tag in der Stadt unterwegs. Knapp 400 Männer und Frauen sind einem Aufruf des „Team Menschenrechte“ gefolgt und haben sich am Jakobsplatz versammelt, um von dort durch die Altstadt zu ziehen. Weil sich unter die Gruppe seit Monaten immer mehr Rechtsextreme mischen, haben sich doppelt so viele Menschen den Protestierenden entgegengestellt.
Schwerpunkt der Razzia waren Wohnungen in Mittelfranken
Wie Polizeipressesprecher Michael Konrad der Redaktion bestätigt, wurden 22 Wohnungen in Mittelfranken, Oberfranken, Schwaben, Niederbayern sowie in Leipzig und Münster in Hessen durchsucht.
Konkret sind es in Mittelfranken Wohnungen in Nürnberg, Fürth, Baiersdorf, Hersbruck sowie in Oberfranken in Heroldsbach.
„Die Wohnungsdurchsuchungen beziehen sich auf die Gruppe der Gegendemonstranten“, sagte Polizei-Pressesprecher Michael Konrad gegenüber NN.de am Morgen. Konkret seien das vor allem Personen aus dem „eher linkspolitischen Spektrum“. Der Anlass der Durchsuchungen sei das Sichern von Beweismitteln, so Konrad.
Gegen 10 Uhr vermeldete das Polizeipräsidium Mittelfranken auf den sozialen Plattformen, dass „bei den Durchsuchungen der Objekte mehrere relevante Gegenstände aufgefunden und sichergestellt wurden“. Unter anderem wurden die Smartphones vieler Betroffenen vorübergehend gesichert. Gegen 11 Uhr waren die Durchsuchungen weitgehend abgeschlossen.
Das Polizeipräsidium Mittelfranken vollzog die gerichtlichen Anordnungen in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Zahlreiche Einsatzkräfte waren im Einsatz, unter anderem Kräfte des Unterstützungskommandos (USK). Laut Michael Konrad verliefen die Durchsuchungen bis 10 Uhr problemlos.