Eine Reihe von Sabotagen legt die Produktion bei Rüstungs- und Technologieunternehmen lahm
Während die Polizei in Reutlingen im Dunkeln tappt und nur spekulieren kann, wer das Feuer in einem Umspannwerk gelegt hat, erfahren wir bei einem Blick auf verschiedene Gegeninformations-Blogs, dass es in letzter Zeit in Frankreich und Deutschland eine ganze Reihe von Angriffen auf die Stromversorgung von Rüstungsfirmen und Technologiekonzernen gab, insbesondere auf die Halbleiterproduktion. Für manche dieser Taten ist im Nachhinein ein entsprechendes Bekenner:innenschreiben aufgetaucht, bei anderen bleibt die Urheberschaft ungewiss. Auch wir können nur vermuten, welches Ziel mit diesen anonym durchgeführten Sabotagen verfolgt wurde. Auffällig ist jedoch, dass sich in allen Fällen in unmittelbarer Nähe der Anschlagsorte bzw. in den von den Stromausfällen betroffenen Gebiete Akteure der Kriegs- und High-Tech-Industrie befinden. Dass solche Taten ausgerechnet in Frankreich und Deutschland zunehmend Verbreitung finden, ist auch nicht besonders überraschen. Schließlich sind es diese beiden Länder, die die Militarisierung und Aufrüstung Europas maßgeblich vorantreiben. Gleichzeitig gehören diese zu den größten Exporteuren von Kriegsgerät und profitieren von der Zunahme globaler Kriegsschauplätze.
Wie bereits an anderer Stelle dargelegt wurde, ist die Halbleiterproduktion eine Schlüsseltechnologie für Waffensysteme und darüber hinaus eine ökologische Katastrophe. Aufgrund der hohen Komplexität in ihrer Herstellung sind nur wenige Unternehmen weltweit in der Lage, diese zu produzieren, sodass der Weltmarkt in hohem Maße von wenigen Anbietern abhängig ist. Ein Stromausfall in den entsprechenden Fabs hat das Potenzial, massive Schäden an den Produktionsanlagen zu verursachen. Darüber hinaus würden Lieferengpässe sich schnell negativ auf den Weltmarkt auswirken. Das hat der Produktionsausfall während der Corona-Pandemie in Taiwan bereits gezeigt. Auch ist belegt, dass Russland Mikrochips, die auf Sanktionslisten verschiedener Staaten verzeichnet sind, aus zivil nutzbaren Elektrogeräten demontiert und in Waffen verbaut, um den Nachschub ins ukrainische Kriegsgebiet zu decken.
Es lassen sich also verschiedene plausible Gründe anführen, die dafürsprechen, dass die genannten Angriffe durch das Bestreben motiviert sind, Unternehmen zu schädigen, die gegenwärtig in hohem Maße von Krieg und Zerstörung profitieren. Aber macht euch am besten selbst ein Bild. Zu diesem Zweck dokumentieren wir hier verschiedene Bekenner:innenschreiben und Presseartikel, die wir auf switchoff.noblogs.org gefunden haben.
Brandanschlag auf Umspannwerk
Reutlingen 8. Juni 2026
Wie der Presse zu entnehmen ist, brannte es in der Nacht auf Montag in einem Umspannwerk im Westen von Reutlingen. Dies führte zu einem umfangreichen Stromausfall. Aufgrund von drei verschiedenen Brandherden auf dem Gelände und Beschädigungen am Zaun gehen die Ermittler:innen von einer vorsätzlichen Tat aus. Neben 7.600 Privathaushalten war auch ein Industriegebiet von dem Blackout betroffen. In diesem befindet sich unter anderem das Bosch-Werk Reutlingen. Der Konzern schreibt auf seiner Website über den Standort ;
Die Bosch-Waferfabrik in Reutlingen ist der traditionsreichste und erfahrenste Halbleiterproduktionsstandort des Unternehmens. Mit mehr als 60 Jahren Halbleiter-Know-how hat Reutlingen entscheidend dazu beigetragen, die weltweite Führungsposition von Bosch im Halbleiterbereich zu festigen – von den frühen Arbeiten an ICs für die Automobilindustrie über die Pionierarbeit in der MEMS-Fertigung bis hin zur Weiterentwicklung von Siliziumkarbid-Leistungshalbleitern (SiC) für die Automobilindustrie. […] Als weltweit einziger Halbleiterstandort, der Frontend- und Backend-Fertigung einschließlich eines eigenen Testzentrums vereint, bietet Reutlingen eine außergewöhnlich enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung, Produktion und Testtechnik und schafft damit ein Umfeld, das in der Halbleiterindustrie selten anzutreffen und für Ingenieure äußerst attraktiv ist.
Während die Anwohner:innen seit Dienstag wieder mit Strom versorgt werden konnten, warteten die betroffenen Firmen im Industriegebiet laut Medienberichten auch am Mittwoch noch auf Anschluss.
Presse: Stromausfall in Reutlingen – Verdacht auf Anschlag
Im baden-württembergischen Reutlingen ist großflächig der Strom ausgefallen. Rund 30.000 Menschen sind betroffen. Laut Sicherheitskreisen könnte es sich um einen linksextremistischen Anschlag handeln.
In Teilen von Reutlingen ist am Montagmorgen der Strom ausgefallen. Es seien rund 30.000 Menschen in 7.600 Haushalten ohne Strom, sagte Oberbürgermeister Thomas Keck (SPD) bei einer Pressekonferenz am Vormittag. Grund für den Stromausfall ist ein Brand in einem Umspannwerk um 1:43 Uhr. Um 5 Uhr konnte dieser gelöscht werden, so Matthias Hertler von der Feuerwehr.
Der Brand könnte nach Einschätzung aus Sicherheitskreisen gezielt gelegt worden sein. Hinweise auf einen politischen Hintergrund gebe es bisher nicht. Zuvor hatte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, die Vorgehensweise deute auf linksextremistische Täter hin und weise Parallelen etwa zu einer entsprechenden Tat in Berlin auf. Hinweise auf einen möglichen Drahtzieher im Ausland gebe es nicht.
Stromausfall in Reutlingen: Polizei ermittelt in alle Richtungen
Nach Angaben des Netzbetreibers Netz BW seien am betroffenen Umspannwerk Reutlingen-West drei Brandstellen gefunden worden. Außerdem sei der Zaun beschädigt, erklärte ein Sprecher von Netze BW. Die Polizei hält sich mit Vermutungen zurück. Man ermittle in alle Richtungen, sagte Tina Rempfer bei der Pressekonferenz am Vormittag. „Wir beziehen ein, ob es eventuell ein technischer Defekt sein könnte oder eine Brandlegung“, so Rempfer. Spezialisten von der Krimaltechnik des Landeskriminalamts (LKA) seien vor Ort. Zuvor hatte ein Sprecher des LKAs der dpa erklärt, dass es bei Vorfällen dieser Dimension üblich sei, dass Brandsachverständige eingebunden würden.
Vom Stromausfall betroffen seien die Reutlinger Kernstadt sowie die Oststadt, Betzingen und Ohmenhausen. Auch in Wannweil (Kreis Reutlingen) und Kirchentellinsfurt (Kreis Tübingen) sei der Strom ausgefallen. Zunächst waren 20.000 Kunden der FairNetz GmbH, des Strom- und Gasnetzbetreibers in der Region, betroffen. Um 6 Uhr war der Strom laut Stadt in der Kernstadt wieder verfügbar.
Das Bosch-Werk in Kusterdingen (Kreis Tübingen) ist weiterhin vom Stromnetz abgeschnitten. Wann dort wieder Strom fließt, dazu gibt es laut einer Bosch-Sprecherin noch keine Auskunft vom Netzbetreiber. Das Bosch-Werk in Reutlingen war auch vom Stromausfall betroffen, aber inzwischen werden die Maschinen dort wieder kontrolliert hochgefahren.
Wie die Stadt Reutlingen am Montagnachmittag mitteilte, haben die Stadtteile Ohmenhausen und Betzingen wieder Strom. Reutlingen-Wannweil und Kirchentellinsfurt im Kreis Tübingen sollen gegen 19 oder 20 Uhr wieder ans Netz gehen. […]
Mehrere Millionen Euro Schaden
Für die weiter betroffenen Haushalte werde der Stromausfall für „eine längere Zeit andauern“, so die Stadt. Eine belastbare Prognose zur vollständigen Wiederherstellung sei noch nicht möglich. Auch Telefon und Internet funktionierten nur eingeschränkt. In Betzingen, Wannweil und Kirchentellinsfurt seien die Ampeln noch außer Betrieb.
Die Energieunternehmen FairNetz und Netze BW teilen sich das Umspannwerk. Laut einem Sprecher der Netze BW leistet der Netzbetreiber Amtshilfe beim Wiederaufbau der Stromversorgung. Nach dpa-Informationen ist ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstanden.
Hochspannungsmasten sabotiert – Den Mikrochip-Fabriken den Strom abstellen
Froges (Isère, Frankreich) 5. Juni 2026
Bekenntnis zu Angriffen auf Strommasten gegen STM und Soitec: Wasser und Sterne, statt Chips und Atomkraft!
Anfang dieser Woche haben wir zwei Hochspannungsmasten angegriffen, die das Umspannwerk in Froges (im Grésivaudan) versorgen. Dieses Umspannwerk liefert Strom insbesondere an die Halbleiterfabriken von STMicroelectronics und Soitec. Wir haben die Fundamente dieser Masten durchgesägt, doch sie blieben trotz unserer Bemühungen, sie zum Einsturz zu bringen und einen Stromausfall zu verursachen, stehen.
RTE, diese Leitungen müssen sofort abgeschaltet werden!!
Unsere Sabotage ist Teil eines umfassenderen Kampfes gegen das techno-industrielle System. Wir nutzen diese Gelegenheit, um die Teilnehmer*innen der derzeit in Grenoble stattfindenden Protestwanderung zu grüßen und ihnen zu zeigen, dass wir viele sind, die sich gegen die Welt der Mikrochips, der Entfremdung und der Zerstörung des Lebens wehren.
Direkte Aktion!
Solidarität!
Widerstand!
Transformatoren in Industriegebiet in Brand gesteckt
Rousset (Bouches-du-Rhône, Frankreich) 2. Juni 2026
In der Nacht vom Montag, dem 1. Juni, auf Dienstag, den 2. Juni, löste laut Angaben der Stadtverwaltung ein „Vandalismusakt“ einen Brand in einem Transformator im Industriegebiet von Rousset aus. Ein Zaun des Geländes, auf dem sich der Transformator befindet, wurde durchtrennt, um Zugang zum Ort des Geschehens zu erhalten, so die Gemeinde weiter. Diese Sachbeschädigung führte zu einem Stromausfall, von dem drei Unternehmen in der Gegend betroffen waren.
Ein Spannungstransformator ist eine für den Betrieb von Stromnetzen unverzichtbare Hochspannungskomponente. Sobald der Vorfall bekannt wurde, rückte die Stadtpolizei an, um erste für die Ermittlungen relevante Hinweise zu sammeln. Die Aufnahmen der kommunalen Videoüberwachungsanlage wurden den Ermittlern auf Anfrage der Gendarmerie, die mit den derzeit von der Ermittlungsabteilung durchgeführten Untersuchungen betraut ist, umgehend zur Verfügung gestellt. Eine ähnliche Tat soll auch am Transformator am Weg „Chemin de la Cairanne“ begangen worden sein.
Die Gemeinde Rousset teilt mit, dass sie diese vorsätzlichen Taten, die für das Funktionieren der Region unverzichtbare Einrichtungen beschädigen und die betroffenen Unternehmen unmittelbar benachteiligen, aufs Schärfste verurteilt. […]
Anmerkung: Laut der Website des „Groupement des Industries de la Haute Vallée de l’Arc“ (hXXps://www.gihva.com/entreprises/) sind mehrere Unternehmen der Branche im Bereich Halbleiter und Spitzentechnologie tätig (und könnten daher zu den drei Unternehmen gehören, die von dem Stromausfall betroffen sind):
STMICROELECTRONICS ROUSSET (mehr zu den wohlverdienten Rückschlägen, die dieses Unternehmen bereits getroffen haben hier)
NBS TECHNOLOGIES
SILIOS TECHNOLOGIES
MICROCHIP TECHNOLOGY ROUSSET
FUJIFILM ELECTRONIC MATERIALS
Gefunden auf attaque.noblogs.org
Stromversorgung von Rüstungskonzern Eurolinks durch Feuer zerstört.
Marseille (Frankreich) 4. Juni 2026
Die Stromversorgung von Eurolinks wurde durch Feuer zerstört.
Damit diese Todesfabrik, die in Marseille Kriegsmaterial herstellt, das an die israelische Armee verkauft wird, welche in Palästina einen Völkermord begeht, für mehrere Wochen stillgelegt wird.
Um unsere Solidarität mit denjenigen zu zeigen, die unter dem Krieg im Libanon, im Iran, in Palästina und anderswo leiden.
Damit die französischen Rüstungsunternehmen aufhören, Profit aus Tod und Kolonialismus zu schlagen.
Um uns mit den Widerstandsbewegungen auf der ganzen Welt im Kampf gegen Militarismus und Autoritarismus zu verbünden.
4. Juni 2026
Brandanschlag auf zwei Strommasten
München-Garching 25. Mai 2026
Über den Hightech-Campus Garching bei München und zwei brennende Strommasten
Am 25. Mai kam es in München-Garching zu einem Brandanschlag auf zwei Strommasten. „Die bisherigen Erkenntnisse deuten klar auf Sabotage hin. Unser Staatsschutz ermittelt mit Hochdruck“, erklärte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag. Obwohl der Brand nur zu einem 45-minütigen Stromausfall führte, fällt auf, wie zurückhaltend die Medien hinsichtlich des Ortes und des Kontextes des Vorfalls sind. „Aufgrund des Tatobjekts und der Tatmodalitäten ist von einer politischen Tatmotivation auszugehen“, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft, die die Ermittlungen leitet. Die Medien haben jedoch kein Wort darüber verloren, warum das Ziel zu dieser Schlussfolgerung führt. Die nationalen Medien schweigen sich über den Vorfall völlig aus. Eine kurze Internetsuche macht deutlich, warum der Staat so sicher ist, dass es sich um einen Sabotageakt handelte.
Der Ort Garching bei München besteht größtenteils aus einem weitläufigen Campus der Technischen Universität München. Diese Einrichtung, die zu den Spitzenuniversitäten Europas zählt, verfügt über verschiedene Standorte in ganz München. Der Standort Garching wurde 1957 mit der Inbetriebnahme eines Forschungsreaktors eröffnet. Dies war das erste AKW in der Bundesrepublik Deutschland. Dieser Forschungsreaktor wurde nie zur Stromerzeugung genutzt, sondern ausschließlich zu Forschungszwecken; allerdings produziert er seit 70 Jahren Atommüll (vor 20 Jahren wurde ein neuer Reaktor gebaut und der alte stillgelegt). Erst 2025 fand ein weiterer Castor-Transport von Atommüll nach Ahaus statt. Da das Uran in den Brennstäben auf über 90 Prozent angereichert ist, steht der Reaktor seit langem in der Kritik, „waffenfähiges“ Uran anzureichern – das Uran in Atombomben ist auf ein ähnlich hohes Niveau angereichert. Bayern schafft damit theoretisch die Voraussetzungen für die Herstellung von Atomwaffen. Die Brennstäbe in Garching werden mit Wasser aus der Isar gekühlt und nachdem das Wasser radioaktiv verstrahlt ist, wird es wieder in den Alpenfluss eingeleitet. Da es jedoch nur „schwach radioaktiv“ ist, stellt dies laut den Wissenschaftlern in Garching natürlich kein Problem dar.
Neben dem Forschungsreaktor und der Nuklearforschung gibt es in Garching noch jede Menge andere Hightech-Forschung. Neben Astrophysik, Halbleiter- und Plasmaphysik, Energie- und Reaktorsicherheit, Quantenoptik, Maschinenbau und Triebwerkstechnik gibt es seit 2006 das Leibniz-Rechenzentrum. „Dort ist in einem technologisch einzigartig innovativen Technikgebäude mit Hochleistungsklimatisierung eines der weltweit leistungsfähigsten Rechenzentren inklusive der Netzinfrastruktur für den Hochschulstandort München installiert.“
Die TU Garching arbeitet eng mit privaten Unternehmen zusammen und so gibt es seit einigen Jahren den SAP-Campus auf dem TU-Gelände, wo Technologie-Start-ups gefördert und aufgekauft werden. Dass ein führendes DAX-Privatunternehmen auf einem Universitätsgelände einen eigenen Campus unterhält, spricht Bände über die wirtschaftliche und wissenschaftliche Bedeutung Garchings. Die Forschung im „SAP Labs Munich Campus“ konzentriert sich auf künstliche Intelligenz und deckt Bereiche wie die digitale Lieferketten, Umwelt, Soziales und Governance, die Zukunft der Arbeit, synthetische Daten und Quantencomputing ab.
Darüber hinaus verfügt die TU Garching über einen der führenden „Start-up-Hubs“ Europas, das „Entrepreneurship Center Garching“. Hier entstehen jedes Jahr mehr als 140 Tech-Start-ups, darunter beispielsweise Isar Aerospace, deren abstürzende Raketen man regelmäßig im Fernsehen beobachten kann.
Dass diese akademische Schnittstelle aus den technischen Wissenschaften auch für die Rüstungsindustrie inspirierend ist, liegt auf der Hand. Ein Programm der TU München, die „TUM Venture Labs“, vergibt Fördermittel, stellt Laborräume zur Verfügung und ermöglicht Kooperationen für Tech-Start-ups aus allen Bereichen – von Biotech über KI bis hin zur Rüstungsindustrie. So unterhält das TUM Venture Lab eine Partnerschaft mit dem Rüstungsunternehmen Hensoldt, das vor allem für seine Drohnen bekannt ist. „Als führender europäischer DeepTech-Entrepreneurship-Hub sind TUM Venture Labs und unsere Münchner Partner entscheidend für verteidigungsrelevante Innovationen in den Bereichen Weltraum, autonome Systeme und Software/KI“, erklärt Dr. Philipp Gerbert, CEO von TUM Venture Labs. „Hensoldt ist ein unschätzbarer neuer Partner an unserer Seite.“
Die TUM Venture Labs unterhalten Partnerschaften mit zahlreichen Rüstungsunternehmen, insbesondere in den Bereichen Luftfahrt, Satelliten und Drohnen, und fördern diese. Zu den Schützlingen der TUM Venture Labs gehören beispielsweise DeltaOrbit, Vaeridion, deltaVision, Vortex Aerotec und TYTAN Technologies – allesamt Start-ups, die sich auf Innovationen in der modernsten Kriegsführung spezialisieren (KI, Drohnen usw.), sogenannte DefenseTech oder deftec und teilweise Fördermittel in Höhe von mehreren Millionen Euro erhalten. Die Drohnenfirma TYTAN Technologies protzen auf ihrer Webseite : „Built for the battlefield, not the lab“ Ergänzt mit dem Spruch: „Battlefield-testes in Ukraine“.
Am 17. Juni 2026 veranstalten die TUM Venture Labs beispielsweise einen „Defense Fundraising Class“. „Dieser Kurs bringt wichtige Akteure zusammen, um Gründer*innen dabei zu helfen, Risikokapital, öffentliche Förderung und Skalierung im Verteidigungsökosystem zu verstehen.“ Die meisten der Labore, die die TU angehenden Hightech-Wissenschaftler*innen und Rüstungsunternehmen anbietet, befinden sich in Garching.
Dieser Ergänzung ging nur eine kurze Recherche voraus, die deutlich umfangreicher ausfallen könnte. Sie sollte jedoch ausreichen, um den Charakter der Forschung darzustellen, die in Garching seit 70 Jahren betrieben wird.
Es ist davon auszugehen, dass nicht nur Staatsanwälte und Innenminister von der Bedeutung und dem Stellenwert des Standorts in Garching wussten, sondern auch die Saboteur*innen, die vor einer Woche die Brände an den Strommasten in Garching legten.
Quelle: Indymedia