Melanie Müller verzichtet auf Revision gegen Hitlergruß-Urteil
Noch im Januar hatte die Leipziger Schlagersängerin angekündigt, gegen ihre Verurteilung vorzugehen. Nun erklärt sie, dass sie diese Revision doch nicht weiterverfolgt.
Schlagersängerin Melanie Müller verzichtet nach eigenen Angaben auf weitere rechtliche Schritte gegen ihre Verurteilung wegen des Zeigens des Hitlergrußes. In einem am Montag auf ihrer Instagram-Seite veröffentlichten Statement teilt die 37-Jährige mit, sie habe sich nach langer Überlegung entschieden, den Rechtsweg nicht weiter zu verfolgen. Damit wird das Urteil vom 12. Januar 2026 nun rechtskräftig.
Das Landgericht Leipzig hatte Müller wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie wegen Drogenbesitzes verurteilt. Das Gericht verhängte eine Gesamtstrafe von 70 Tagessätzen zu je 50 Euro, insgesamt 3500 Euro.
Verurteilung nach Hitlergruß-Vorwürfen in Leipzig
Müller war nach entsprechenden Vorwürfen Anfang Januar bereits in zweiter Instanz am Landgericht schuldiggesprochen worden. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Nach dem Urteil legte die Sängerin zunächst erneut Revision ein, sodass sich anschließend eigentlich noch das Oberlandesgericht in Dresden mit dem Fall befassen sollte.
Damals erklärte Müller öffentlich, sie halte das Urteil für politisch motiviert. Sie argumentierte unter anderem, dass keine Entlastungszeugen gehört worden seien und auch ein Vorsatz nicht nachgewiesen worden sei.
Müller nennt familiären Druck als Grund
In ihrem aktuellen Statement begründet Müller den Verzicht auf die Revision vor allem mit der Belastung für ihr privates Umfeld. In den vergangenen Monaten habe es starken Druck auf ihre Familie und besonders auf ihre Kinder gegeben. Der Schutz ihrer Kinder habe für sie oberste Priorität.
Die Entscheidung bedeute nach ihren Worten jedoch keine Zustimmung zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen. Sie bleibe bei ihrer Darstellung der Ereignisse und betone weiterhin ihre Distanz zu extremistischen Ideologien.
In ihrer Erklärung unterstreicht Müller außerdem, dass sie sich weiterhin klar von extremistischen Ideologien distanziere. An ihrer persönlichen Haltung und Überzeugung habe sich nichts geändert.
Sie wolle sich nun auf ihre Familie und ihre Kinder konzentrieren. Verantwortung bedeute für sie in dieser Situation, den juristischen Kampf nicht weiterzuführen, sondern ihr Umfeld zu schützen. „Manchmal bedeutet Verantwortung, nicht den Kampf zu Ende zu führen – sondern seine Familie zu schützen“, schreibt die 37-Jährige bei Instagram.