Gemeinsame Anreise zur Gedenkstätte Buchenwald am 12.04.
Das Bündnis „Kufiyas in Buchenwald“ (KO, DKP, Palästina Antikolonial etc.) mobilisiert vom 10. bis 12. April nach Weimar und in die Gedenkstätte, um gegen ein angebliches Verbot palästinasolidarischer Symbole und Perspektiven zu protestieren. Da ein pauschales Verbot solcher Symbole nicht existiert und eine kritisierte interne Handreichung längst zurückgezogen wurde, bleibt am Ende nur das, worum es eigentlich geht: ein Angriff auf eine Erinnerungskultur, die sich nicht widerspruchslos in den antizionistischen Furor ihrer orthodox-marxistischen und postkolonial argumentierenden Kritiker:innen einfügt.
Konsequenterweise führt mit der Kommunistischen Organisation eine ideologische Trümmertruppe den Protest an, die die Vernichtung der europäischen Juden und Jüdinnen gegen jede historische Erkenntnis noch immer deutschen Konzernen statt der deutschen Volksgemeinschaft zuschreiben möchte und damit den Versuch unternimmt, die DDR wenigstens erinnerungspolitisch aus der Versenkung zu holen. Es waren ihre Mitglieder, die 2025 des Geländes verwiesen wurden. Die Palästinasolidarität der KO umfasst dabei eine Agitation gegen ein Hamas-Verbot in Deutschland ebenso wie Solidarität mit der Islamischen Republik Iran und eine „Analyse“ des Zionismus, die ihn nicht als Reaktion auf den Antisemitismus begreift, sondern als dessen völkische Spiegelung.
Diese Kampagne flankiert damit Angriffe auf Erinnerungsorte und ihre Mitarbeiter:innen, wie sie immer vehementer von Nazis geführt und von der AfD auf parlamentarischem Weg vorbereitet werden. Niemand muss den gesamten Komplex einer deutschen institutionalisierten Erinnerungskultur affirmieren, um sie gegen ihre regressivsten Kritiker:innen in Schutz zu nehmen. Wir schließen uns der Kritik des Netzwerks Jüdischer Hochschullehrender ebenso an wie der des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora.
Am 12.04 zur gemeinsame Anreise aus Leipzig: Gegen die Vereinnahmung des Erinnerns durch Antisemit:innen!