Kurzbericht von Maja-Sponti in Leipzig

Heute waren wir auf einer Spontandemonstration in Leipzig um den Hungerstreik von Maja in Budapest zu unterstützen. Nach über einem Monat ohne Essen wird der gesundheitliche Zustand immer schlechter und wir sehen die Notwendigkeit, Maja mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zum Erfolg zu verhelfen.
Kurz nach 23 Uhr haben wir uns mit einigen Dutzend Antifaschist*innen versammelt und sind auf die Karl-Liebknecht-Straße gezogen. Dort gab es viel Pyro und Flyer, welche die vielen Schaulustustigen auf der großen Baustelle der Leipziger Südvorstadt über den Grund unseres plötzlichen Auftretens aufklärte. Dadurch und aufgrund des klar verständlichen Banners war schnell allen klar, dass wir hier auf die Haftbedingungen unser Genoss*in Maja in Ungarn und Majas Hungerstreik dagegen aufmerksam machen wollen. Die anfängliche Verwirrung schwappte bald in unterstützende Gesten über und so zogen wir geschlossen Richtung Süden. Auf dem Weg wurde zuerst ein Büro der Grünen eingeschlagen und später haben sich vereinzelte Mieter*innen unter uns an privaten und städtischen Vermieterschweinen gerächt.
Die Bullen waren überraschend schnell vor Ort, was an den Menschenmassen im Viertel liegen könnte. Die erste Wanne, die sich überlegt hat unsere Demonstration von nahem anzuglotzen hat diese Entscheidung schnell überdacht und ist abgedreht, bevor wir sie erreichen und unsere Steine sie treffen konnten. Im Nachhinein sind sie viel umhergefahren und wir hoffen, dass es niemanden unnötig erwischt hat. Sollten Einzelne die Reaktion der Bullerei stellvertretend tragen müssen, ist ihnen unsere Solidarität in der nächsten Zeit sicher.
Keine Ruhe bis Maja zurück ist! Geht zur Demo am Montag am Felsenkeller und fahrt morgen wenn ihr könnt zum Aktionscamp nach Berlin!
Niemand alleine in den Händen des Staates!