Erklärung zum Brandanschlag auf die Modernisierungs- und Sanierungsgesellschaft der LWB in Leipzig
Die Leipziger Wohungsbaugenossenschaft ist ein kommunales Unternehmen, dessen Aufgabe es ist im Auftrag der Stadt für deren Mieter_innen bezalbare Wohnungen bereit zustellen. Das Unternehmen gehört in der Theorie uns als mietendem Teil der Bevölkerung dieser Stadt. Nun ist aber klar, dass wir nicht wirklich die Kontrolle über unseren Wohnraum haben, sondern für die Fremdverwaltung unseres Lebensmittelpunktes jeden Monat blechen dürfen. Als Gegengewicht zur offenen Ausschlachtung auf dem freien Markt soll die LWB uns eigentlich helfen. Dieses Jahr ist nun aber schon wieder eine Mieterhöhung für 10900 Wohnungen geplant. Diese reiht sich ein in die automatischen Erhöhungen der letzten Jahre. Die Zahl der Zwangsräumungen stieg auch, auf 126. Das kommunale Unternehmen, dass eigentlich unseren Interessen dienen soll, fährt die selbe Praxis wie ein gewöhnlicher Immobilienhai. Da die uns zur Verfügung stehenden „demokratischen“ Mittel aus systematisch angelegten Gründen nicht reichen werden, um unser berechtigtes Anliegen erfolgreich anzubringen, müssen wir zu drastischeren Mitteln greifen.
https://www.l-iz.de/politik/leipzig/2026/02/linke-stadtratin-hinterfragt-automatismus-lwb-plant-2026-mieterhohungen-mehr-als-10-000-wohnungen-646710
In die kalten Gesetzmäßigkeiten des Marktes und der Ellbogengesellschaft einzugreifen ist überaus schwer. Die LWB dagegen unterliegt keinem Profitzwang sondern muss sich gegenüber ihren potentiellen Mieter_innen in Leipzig verantworten. Daran wollen wir sie erinnern und unser Anrecht auf bezahlbaren Wohnraum durchsetzen. Deshalb haben wir die E-Autoladesäulen auf dem Gelände der LWB angezündet und eine Botschaft hinterlassen:
Keine Mieterhöhungen!
Die Wohnungen sollten von den Menschen verwaltet werden, die darin wohnen und das Privateigentum abgeschafft werden! Solidarität mit den Mieter_innen der LWB!