Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit. Nur Mut. Militante Neujahrgrüße.

Vulkangruppe : Den Herrschenden den Saft abdrehen

NEUJAHRSGRÜßE 2026. NUR MUT!

Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten.
Wir können das Ende der imperialen Lebensweise einleiten.
Wir können den Raubbau an der Erde stoppen.

In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört. Ganze Regionen werden unter der Hitze unbewohnbar gemacht. Sie verbrennen einfach. Oder Lebensräume verschwinden unter den Fluten bei Überschwemmungen oder aufgrund des steigenden Meeresspiegels.

Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit. Nur Mut.
Wir wissen, wir müssen diese Zerstörung unterbrechen. Wir wissen, wir sind nicht alleine. Gebt die Hoffnung auf eine Welt nicht auf, in der das Leben Platz hat und nicht die Gier nach Geld, Macht und Zerstörung.
Wir haben heute Nacht das Gaskraftwerk in Berlin-Lichterfelde erfolgreich sabotiert. Es kam zu Stromausfällen in den wohlhabenderen Stadtteilen Wannsee, Zehlendorf und Nikolassee. Stromausfälle waren nicht Ziel der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft. Bei den weniger wohlhabenden Menschen in dem Südwesten Berlins entschuldigen wir uns. Bei den vielen Besitzern von Villen in diesen Stadtteilen hält sich unser Mitleid in Grenzen. Wir erklären in unserem Beitrag unten warum.
Unsere gemeinwohlorientierte Aktion ist gesellschaftlich sinnvoll. Auch dazu haben wir uns in unserem Schreiben zu der Aktion ausführlicher Stellung bezogen.

Der Angriff auf das Gaskraftwerk ist ein Akt der Notwehr und der internationalen Solidarität mit allen, die die Erde und das Leben schützen. Die Infrastrukturen die dem „technologischen Angriff“ dienen und der Zerstörung der Erde Vorschub leisten, können sabotiert werden. Fossile Energiegewinnung kann gestoppt werden. Die Smartcity-Metropolen, wie Berlin eine werden soll, können verhindert werden. Mit Stromnetz Berlin hat es einen Baustein dieser katastrophalen Vision von einer smarten City getroffen.
Für uns ist es selbstverständlich, dass wir zu jedem Zeitpunkt die Gefährdung von Menschenleben ausgeschlossen haben.

Unsere ausführliche Erklärung hängt dieser Information bei.

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NEUJAHRSGRÜßE 2026. NUR MUT!

Gier nach Macht, Gier nach Energie, Gier nach Destruktion

In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört. Ganze Regionen werden unter der Hitze unbewohnbar gemacht. Sie verbrennen einfach. Oder Lebensräume verschwinden unter den Fluten bei Überschwemmungen oder aufgrund des steigenden Meeresspiegels. So suchen mehrere tausend Bewohner:innen von Tuvalu im Pazifik bereits in Australien Zuflucht.
Im vergangenen Jahr ist die CO² Konzentration in der Atmosphäre auf 423,9 Teile Kohlendioxid pro Million gestiegen. Ein Wert, der alle vorherigen nochmal übertrumpft. Gleichzeitig sind sich Klimaforscher einig, dass die riesigen transatlantischen Meeresströmungen aufgrund der Klimaerwärmung über kurz oder lang abreißen werden. Dieser Zusammenbruch der Meereströmungen, der dem Norden bisher ein mildes Klima bescherte, ist nur ein Teil der Katastrophe, die uns blüht. Das Ausmaß dieser Verwüstung wird einfach ausgeblendet, abstrahiert und in globalen Klimakonferenzen diskutiert, bis das Ausmaß der Zerstörung in Tabellen und Absichtserklärungen verschwunden ist.

Der Energiehunger aber ist unersättlich und frisst sich durch die Erdkruste und unser Leben, unter anderem, um die Künstliche Intelligenz zu füttern, die dann Stereotype, Hirnrissigkeiten auswirft und uns verwirrt, desorientiert und/oder manipuliert. Während Sprache, Ausdruck und Lebendigkeit bei jedem neuen „Lernen“ der KI mit den vorangegangenen Daten immer weiter reduziert, verstümmelt und begrenzt wird.
Wir füttern mit unseren Daten die „wolkig“ genannten „Clouds“, die nichts anderes als gigantische, energiefressende Rechen- und Serverzentren sind. Die außerdem unser Trinkwasser saufen und Zahlen ausscheiden, die uns auf unseren Bildschirmen mit vielem nutzlosen, vermeintlich wichtigen Spam bombardieren, bis wir verlernt haben unserer Nachbar:in in die Augen zu schauen. Abhängig geworden von den kleinen Geräten, sind wir allzeit bereit ein Emoji zu verschicken und den „großen Bruder“ zu füttern, dessen Algorithmus unsere Normabweichungen registriert und unsere Suchanfragen beantwortet, bevor wir den Gedanken zu Ende gedacht haben. Wir sitzen mit unseren Freund:innen zusammen währemd uns die Feeds auffressen und versinken in den Geräten anstatt uns live zu unterhalten. Wir bedienen unsere eigene Überwachung und die ist total. Die Tech-Konzerne sind in den Händen von Männern der Macht, die wir ihnen geben. Wir fressen die bunten Bilder, die uns die Maschinen gefiltert vorsetzen und verhungern an den Bildschirmen vor Einsamkeit und Entfremdung. Wir werden zu wischenden Zombies, die einander im Straßenverkehr umrennen. Wir sind Gefangene in einem digitalen System, das uns mehr und mehr die Existenzberechtigung entzieht, wenn wir uns nicht den Spielregeln unterwerfen und unser Leben nicht in die sozialen Medien, den Chat, die künstlichen Wirklichkeiten verlegen. Wir bekommen kein Geld, können nichts bar buchen oder kaufen. Wir sind ohne Zugang zur digitalen Welt immer mehr ausgeschlossen, verlieren den Anschluss an das, was Normalität scheint. Wir haben Angst vor dem, was mit uns passiert und vergraben uns noch tiefer in die Bildschirme, anstatt die Geräte auszuschalten und denen die Macht über uns zu nehmen, die uns tracken, verfolgen, beobachten und manipulieren. Wir machen uns blind gegenüber dem Wissen, für dessen Verbreitung Edward Snowden sein Leben riskierte. Wir machen uns taub gegenüber der stummen Schreie der Indigenen, der Bäuer:innen, die die Lebensgrundlage des Planeten vor ihren Augen verbrennen sehen. Im Gegenteil füttern wir mit jedem Post das Feuer, das uns einkreist und die Temperaturen jedes Jahr auf einen neuen Rekord steigen lässt. Eines Tages werden wir einfach vor den leuchtenden Bildschirmen oder den toten Geräten sitzend verdursten und verhungern. Es ist nicht mehr schwer, sich dies vorzustellen.

Wir sagen nicht, wir wüssten den Ausweg. Aber wir wissen, wir müssen diese Zerstörung unterbrechen. Der Hedonismus kann uns nicht mehr einfangen, wenn wir den Angstschweiß einmal gerochen haben, der sich ausbreitet, wenn es keinen Ausweg mehr gibt. Kein Vor und kein Zurück mehr. Nur der Schreck darüber, wo wir als Menschheit gelandet sind. Wenn die Frage auf uns zurückfällt, was hast Du eigentlich getan, um das, was auf uns zukommt, zu verhindern? Du hast es doch kommen sehen, fragen uns die Überlebenden, die nächsten Generationen. Komm uns bitte nicht mit den Parteien. Komm uns bitte nicht mit den braunen Alternativen in Nadelstreifenanzügen und Kostümen. Und auch nicht mit den Grünen oder den Linken. Komm uns nicht mit der Wirtschaft, dessen freier Markt das Problem schon regeln wird. Wirtschaft und Politik dealen täglich mit dem Tod. Mit Diktaturen und Schlächtern. Die Bedenken gehen gegen Null, wenn es zum Beispiel darum geht, den Energiehunger zu befriedigen. Noch immer liefert Russland über Nord Stream 1 Gas nach Europa. Und die U.S.A. wollen Venezuelas Öl. Deshalb kommt es jetzt zu militärischen Angriffen. Und Fracking-Gas kommt per Schiff aus aus aller Welt. Zu 79 % im Moment aus den U.S.A.! Fracking in seiner Herstellung ist extrem umweltschädlich. Schon bei der Förderung geht man von 6 bis 10 Prozent Methanverlust aus, was die Atmosphäre zusätzlich aufheizt.
95% des verbrannten Gas in Deutschland ist importiert. Auf den Klimagipfeln kommen nur taktische Lippenbekenntnisse heraus, weil die erdölproduzierenden Länder kein Interesse an Klimaschutz haben sondern an Geld. Weil die Metropolenländer ihre Politik nach Geld und Wachstum ausrichten, wird den Lobbyisten in Europa gerade das Aus vom Verbrenner-Aus geschenkt.
Die deutsche Wirtschaftsministerin Katharina Reiche beispielsweise war Staatssekretärin im Verkehrsministerium der Bundesregierung, Lobbyistin beim Verband Kommunaler Unternehmen (VKM) und Managerin bei der E.ON-Tochter Westenergie. E.ON-Ministerin Reiche gibt sich als Unterstützerin des Wasserstoffs, setzt aber vor allem auf Erdgas. So will sie Ausschreibungen für zusätzliche Gaskraftwerke mit einer Leistung von 10 Gigawatt, die bis 2031 ans Netz gehen sollen, was ungefähr 25 neuen Kraftwerken entspräche. 20 Milliarden Euro sind für diese neuen Gaskraftwerke vorgesehen.
Reiche würde die Klimaneutralität von Deutschland sowieso am liebsten von 2045 auf 2050 verschieben.

Die hauptsächlichen Verursacher der Klimazerstörung durch den Menschen sind nicht jene, die am meisten darunter leiden, die mit ihrer Gesundheit und ihrem Leben dafür bezahlen. Die Menschen des globalen Südens zahlen jetzt schon den höchsten Preis. Die Länder des globalen Nordens, und demnächst u.a. auch China entscheiden über das Leben aller. China, als kommunistische, rassistische und patriarchale Diktatur kann mit den „Seltenen Erden“ Länder erpressen, die nicht auf Linie sind und so nach und nach Länder, Kulturen, politische Systeme in den Kokon der neuen diktatorischen Weltmacht einweben. Über 85 % der weltweit raffinierten „Seltenen Erden“ kommen aus China. Und es sind die Reichen, die ein Problem sind. Es sind die Superreichen, die die Welt in Brand setzen. In Ost, in West, in Süd und in Nord. 60 Prozent der Investitionen der Superreichen gehen weltweit in die Investitionen von Gas und Erdöl. Und um die 300 Superreiche emittieren mehr CO² wie die 110 ärmsten Länder der Welt. Diese Verbrecher wissen darum. Es ist ihnen egal. Ihre Gier nach noch mehr Reichtum und Macht setzt den Maßstab, dem alle folgen. Sie bereiten ihre eigene „Rettung“ auf abgeschottete Inseln oder in den Weltraum vor, wenn sie diese Erde verbrannt haben. Vor ein paar Jahren hätten wir über diese misogynen Spinner noch gelacht, aber sie meinen es todernst. Zuckerberg will mehr „maskuline Energie“. Musk „produziert“ Kinder am Fließband, damit sein Clan überlebt.
Von den Verursachern löst niemand das „Problem“. Und schon gar nicht wird das Grundproblem regional gelöst. Im Gegenteil – alle Welt rüstet auf, zur letzten großen Schlacht um Rohstoffe, Wasser, Nahrung und Zugang zu strategisch wichtigen Regionen, um den Exitus der eigenen Machtsphären möglichst zu verhindern oder wenigsten hinauszuzögern. Damit der Bevölkerung noch so lange wie möglich das Angebot der Teilhabe unterbreitet werden kann. Damit wir im globalen Norden, eingesponnen in einer Welt des Konsums und einer imperialen Lebensweise, mitwirken und die Macht mit ihren zunehmend autoritären Konzepten bestätigen. Denn es geht nicht mehr um Freiheit für alle, es geht nur noch um Sicherheit für einige. Das Sicherheitsversprechen ist ein exklusives Recht derer, die es für sich durchsetzen können. Unsere imperiale Lebensweise lassen wir die Verlierer bezahlen, diejenigen, die zu schwach sind, sich gegen „uns“ zu wehren.

Die Angebote an Teilhabe einer verbrannten Welt weisen wir mit unserer militanten Aktion zurück. Deshalb haben wir die Aktion auf das Gaskraftwerk in Lichterfelde gemacht.
Wir verhindern dadurch nicht unsere eigene Verstrickung in eine imperiale Lebensweise auf Kosten anderen Lebens, aber wir setzen ein Signal. Einmal mehr, so wie das viele Menschen und Gruppen an unterschiedlichen Orten der Welt tun. Wie das auch hier einige Gruppen, wie beispielsweise Vulkangruppen seit 2011 beständig tun.
Wir wissen, diese Worte erreichen viele Menschen nicht – sie sind so weit abgerückt von der Idee einer Welt und eines Zusammenlebens, das nicht auf Zerstörung beruht, dass diese Worte sie genauso wenig erreichen wie das Elend der Welt, das täglich über die Bildschirme hochaufgelöst transportiert wird. Wir können kilometerlang Fakten aufzählen und werden kein Gehör finden.
Wir sind nicht die ersten und wir werden nicht die letzten sein, die trotzdem versuchen, Menschen mit Worten zu erreichen. Wir sind nicht die ersten und letzten, die zur Sabotage schreiten, denn wir spielen auf Zeit. Gleichzeitig nutzen wir und andere die gewonnene Zeit, die Zerstörung aller Lebensformen umzukehren. Mann nennt uns Ökoterrorist:innen, dabei achten wir das Leben. Mann nennt uns verantwortungslos, dabei übernehmen wir Verantwortung, um diese imperiale, zerstörerische Lebensweise zu beenden.
Unsere gemeinwohlorientierte Aktion ist gesellschaftlich sinnvoll. Wir versuchen damit, die Ausbeutung der Erde zu unterbrechen, die Co²-Toten zu verhindern und die mit der Klimakatastrophe zusammen hängenden Krankheiten zum Stoppen zu bringen. Wir versuchen damit außerdem, dem Artensterben ein Ende zu setzen und die Welt für alle wieder lebenswerter zu gestalten. Jene, die uns „Ökoterroristen“ nennen, sind selbst die wahren Ökoterroristen, formulieren dies im Sinne egoistischer Interessen und Machtkalkül.
Wir sehen die Bewusstlosen, die sich für schlau halten und den Klimawandel für Fakenews. Die Empathie für Wokeness halten und die nur ihren eigenen Vorteil im Kopf haben, ohne zu erkennen, wie die Dinge, die sie umgeben, miteinander zusammen hängen. Wir sehen hinter dieser sich verbreitenden Abwehr von Fakten ein System derer, die in die Zerstörung der Erde investieren. Es sind die gleichen, die die Macht über die Tech-Konzerne in den Händen halten, die ihnen erlaubt, eine Spezies Mensch zu züchten, die Beifall klatscht, wenn Menschen ertrinken, verdursten, verhungern oder anderweitig krepieren, im Versuch Europa zu erreichen, oder die USA. Diese manipulierten Wohlstandschauvinist:innen und Parteianhänger:innen sekundieren Trump, Modi, Miley, Netanjahu, Merz, Weidel, Putin, Höcke, Orban, Vans, Xi und wie sie alle heißen, bei der „Verteidigung“ der Freiheit. Der Freiheit, darüber zu entscheiden, wer sterben muss und wer nicht. Wer den Zugang zu Reichtum erhält und wer nicht. Dabei hat jeder auf der Flucht gestorbene Flüchtling seine Entsprechung hier in einer tiefen Depression. Jeder Verhungerte macht uns hier fetter und kranker.
Wir Menschen des globalen Nordens, der reichen Metropolen, haben keinen Nutzen aus dem Elend anderer Menschen. Materieller Reichtum ist kein Reichtum im Sinne einer Idee, die sich am Leben aller erfreuen kann.
Wenn nur in jedem Land ein kleiner Teil der Bevölkerung sagt; „Jetzt reicht es. Nicht mehr mit uns, nicht in meinem Namen. Auf unsere Kosten darf kein Mensch mehr sterben“. Wenn wir uns weigern zu funktionieren und mitzuspielen, wenn wir Sand im Getriebe einer Maschine werden, die wir bisher selbst mitfüttern, dann kommt etwas in Bewegung, dann können wir die Kraft entwickeln, die Ursachen ein für alle Mal zu stoppen.
Doch wir brauchen eine Internationale der Verweigerung eines Fortschritts, der nur auf Zerstörung, Mord und Raub basiert. Wir rufen verzweifelt, wütend und entschlossen zugleich und schließen uns den Aufrufen anderer an: Sabotiert die fossile Infrastruktur, die Stromnetze, den Raubbau an der Erde, die Serverzentren, die Chipindustrie und deren Zulieferbetriebe, zerstört die Voraussetzungen für die Automobilwirtschaft und die Rüstungsindustrie, für den Flugverkehr, die Villen, die Yachten, die Spaceships und die Golfplätze. Zerstört die Polizeizentralen, die der Garant für die patriarchalen Eigentumsverhältnisse sind, denn die Erde gehört sich selbst und allen Lebewesen und nicht den Menschen, bzw. den Männern allein und nicht den Reichsten unter ihnen. Dieser Ruf der Verzweiflung ist auch ein Weckruf, ein Aufschrei der Hoffnung und er hat keine örtliche Einfassung, er ist global. Wir reden von einer Internationalen, die sich nicht auf einen Patriarchen beruft, nicht auf die Galerie der Köpfe, die die Kommunisten verehren, sondern die von unterschiedlichen Voraussetzungen ausgeht. Die in China verstanden wird, in Europa, den USA, in Indien und Pakistan, in jedem Winkel der Erde in dem Starlink seinen Empfang hat, in jedem Land in dem die tödliche Drohne ihr Ziel sucht und Strom dafür braucht. In jedem Land, in dem ohne Energie die kriegsführenden Kräfte blind sind und die Menschen die Kampfplätze verlassen können, ohne dass noch jemand Befehle zu deren Tötung ausgeben kann. In denen die Börsen nicht mehr funktionieren und die Bitcoins nicht mehr aufgerufen werden können.
Wir sagen es nochmal, wir haben Ideen aber keine abschließenden Antworten über den Weg. Aber über das Ziel. Jeder Beitrag zählt. Aber alles in Reichweite unserer Möglichkeiten zu versuchen, dieser imperialen Lebensweise ein Ende zu setzen, das kann nicht falsch sein. Der Fortschritt der Zerstörung ist menschengemacht, durch uns kann er auch gestoppt werden. In den Schritten des Widerstands, in den Echos unterschiedlichster Sprachen und Kulturen, in dem, was andere an uns aussenden, werden wir uns finden und erkennen. Es geht um die Erde. Es geht um das Leben. Es geht gegen unreife dumme Männer an den Hebeln der Macht, die sich aufführen, als betätigten sie einen Spielzeugbagger.

Für Frustration bezüglich des Widerstands gegen den menschengemachten Klimawandel und der wachsenden Zahl von Leugnern dieses Wandels besteht keine Zeit. Aus den Niederlagen müssen wir lernen, und zwar nicht, indem wir in die Parteien gehen oder privatisieren oder uns im Kollaps einrichten, sondern indem wir Fakten setzen. Das Ausschalten eines Gaskraftwerkes ist einer dieser Fakten, es können aber auch Land-, Platz- und Waldbesetzungen, Zerstörung von Golfplätzen und Flughäfen der Reichen sein. Die Phantasie ist gefordert und unsere Entschlossenheit.

Switch off für die Gier nach Energie, Switch off für die digitale Verwaltung des Lebens, Switch off für den Fortschritt der Zerstörung.

Wir haben heute das Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk in Lichterfelde angegriffen. Das Kraftwerk produziert auf Erdgasbasis eine elektrische Gesamtleistung von 300 MW. Ziel waren die Starkstromleitungen, um bei dem Unternehmen einen hohen Schaden zu verursachen. Die Kabelbrücke, die nicht öffentlich verzeichnet ist und vom Kraftwerk Lichterfelde über den Teltowkanal geführt wird, haben wir zur Seite der Grünanlagen hin in Brand gesetzt. Wir haben die angeschmorten Kabelstränge mit herumliegenden Stahlstangen zusätzlich kurzgeschlossen.
Das Energieunternehmen wird auf dem freien Markt Strom in Echtzeit kaufen müssen, um die Vertragsverpflichtungen zu erfüllen, die sie mit der Auslieferung des Stroms eingegangen sind, sobald der Ausfall der Lieferung bemerkt wird. Wir gehen nicht davon aus, dass wir dadurch 100.000 Haushalte vom Netz abgetrennt haben, sondern dass wir diese nur vom Netz des Gaskraftwerks abgetrennt haben. Das mehrfach gesicherte Energienetz wird über andere Wege der Energieleitungen die Haushalte in kürzester Zeit wieder über das weit verzweigte Stromnetz anschließen. Der kurzfristige Kauf von Energie zu den marktüblichen Preisen ist möglicherweise teurer als zu dem Zeitpunkt, als das Energieunternehmen den Strom an der Leipziger Strombörse (EEX) gekauft hat. Um nicht hohe Vertragsstrafen an die einzelnen Energieabnehmer zu zahlen bleibt ihnen kein anderer Weg. Wir haben über zwanzig 110 KV Leitungen kurzgeschlossen und die Fernwärmerohre nicht in den Anschlag einbezogen. Aber wir können Auswirkungen auf die Fernwärme nicht ausschließen.
Unsere Aktion unterscheidet sich im Praktischen von der Aktion in Adlershof am 9.9.2025 gegen das Technologiezentrum. Dort handelte es sich um eine Zuleitung, die redundante Absicherung vernachlässigte. Bei der „Vulkangruppe Tesla ausschalten“, die Tesla mit der Zerstörung einer Zuleitung vom Netz nahm und um die 5000 privaten Haushalte mit traf, war die Situation ähnlich. In unserem Fall wird nicht vor einem Objekt wie dem Technologiepark oder der Gigafactory der Strom abgetrennt, sodass dieses Objekt in den Blackout kommt, sondern das Kraftwerk mit seiner weiten Verzweigung der Kabel wird von Stromnetz abgetrennt. Es produziert noch Strom, kann aber diesen nicht mehr in dasNetz einspeisen und somit nicht mehr liefern. Die Versorgungsfähigkeit der privaten Haushalte über andere Kraftwerke bleibt aber erhalten und ist auch so von den Behörden und Energieriesen beabsichtigt. Trotzdem ist nicht ausgeschlossen, dass unsere Aktion einzelne Trafostationen in größerer Mitleidenschaft zieht.
Die Versorgung mit Fernwärme (thermische Leistung um 690 MW) ist durch uns nicht unterbrochen worden.

Die einzelnen Haushalte sind nicht Ziel der Aktion. Ziel der Aktion ist es, der Gaswirtschaft und der Gier nach Energie einen hohen Schaden zuzufügen.
Wenn es zu längeren Ausfällen in privaten Haushalten kommt, wollen wir hiermit deutlich machen, sie sind nicht Ziel des Angriffs. Und dieser Effekt war von uns weder beabsichtigt noch kalkuliert. Wir haben zu jedem Zeitpunkt die Gefährdung von Menschenleben ausgeschlossen.
Da wir keine hundertprozentige Sicherheit darüber haben, welche Kettenreaktionen, die nicht in unserem Verantwortungsbereich liegen, unsere Abschaltung der Gaswerks zur Folge haben könnten, haben wir folgende Bitte an eventuell in Mitleidenschaft gezogene Haushalte: Klingeln Sie bei Ihren Nachbar:innen an. Bedenken Sie, ältere oder hilfsbedürftige Menschen bei einem Ausfall des Stroms mitzuversorgen. Versorgen Sie sich und andere Menschen, indem Sie solidarische Unterstützung geben. Informieren Sie sich untereinander.

Das Heizkraftwerk in Lichterfelde war eine hundertprozentige Tochter des staatlichen schwedischen Energiekonzerns Vattenfall AB mit einem Umsatz von 7,6 Mrd Euro jährlich und der viertgrößte Stromkonzern nach E.ON , RWE, EnBW.
Ab 2021 wurde das Kraftwerk „rekommunalisiert“ und gehört der Stadt Berlin. So wird auch das Kraftwerk zum Teil zurückgebaut und umgerüstet auf weitere Kapazitäten. Das hört sich nur auf den ersten Blick gut an.

Stromnetz Berlin GmbH tätigt aktuell umfangreiche Investitionen in den Ausbau der Berliner Netzinfrastruktur, um den wachsenden Anforderungen der sogenannten Energiewende Rechnung zu tragen. Dafür kassiert die Tochterfirma von Stromnetz Berlin BEN (Berliner Energie und Netzholding GmbH) 380 Millionen von der Europäischen Investitionsbank – „um die voranschreitende Energiewende vorzubereiten“. Die „Energiewende“ ist eine Nebelkerze, die verschleiert, dass es um Energie ohne Wende und ohne wenn und aber geht. Hauptsache Energie, nachhaltig oder nicht. So will Stromnetz Berlin die Kapazitäten bis Anfang 2030 verdoppeln. Ziel sei ein „modernes“ digitalisiertes Stromnetz. Das heißt konkret Hunderttausende Meter neuer Stromkabel und Netzkomponenten sowie mehr digitale Dienste. Das dies nicht aus Nächstenliebe geschieht, können wir uns denken. Vordergründig geht es um die Versorgungssicherheit der Stadt, aber bei genauerem Hinsehen geht es um einen Wachstumswahn in einem von der Regierung forcierten Konkurrenzkampf. Das Schlachtfeld ist die Stadt und unsere Lebensbedingungen. Die Stadt ist eine Ware. Die Wettbewerbsfähigkeit mit anderen Großstädten soll die Neuansiedlung von mehr Start-ups forcieren, mehr rüstungsforschende und -produzierende Unternehmen, mehr digitale Dienstleister und Tech-Unternehmen, die noch mehr Strom fressen, als die Millionen Berliner:innen privat verbrauchen. Es geht auch um eine E-Mobilität, die natürlich keine Förderung des Öffentlichen Nahverkehrs zum Ziel hat, sondern noch mehr Blech, das mit Lithiumbatterien durch die Straßen rollt, noch mehr KI-dominierte Systeme, die selbstfahrende Privatfahrzeuge ausspucken. Das läuft dann unter „Ausbau der Infrastruktur“, die das Land bis 2029 weitere 3 Milliarden Euro kostet, nachdem die A100 sich immer tiefer in die Stadt hineinfrisst. Für die Erneuerung des Stromnetzes werden Investitionen bis zu 770 Millionen Euro getätigt.
Das hört sich alles mehr als langweilig an, ist aber für uns als Menschen in Berlin und Brandenburg von großer Bedeutung, denn es ist unser Leben, unser Land, unser Wasser, unsere Zukunft, die hier verhandelt werden. Für Giffey, die Wirtschaftsliberale der SPD, ist der Ausbau der Netzkapazitäten und neue Stromtrassen eine zentrale Voraussetzung für den Investitionsstandort Berlin. Diese wirtschaftstliberalen Zerstörer einer lebenswerten Zukunft denken die Stadt in Zahlen, Geldsummen, Wachstumsraten und Konkurrenzkämpfen zu anderen Städten. Die Menschen zählen nicht, bzw. nur als einkommensschwache oder einkommensstarke Größen. Den ersteren Teil muss man irgendwie verwalten und eingrenzen – auch mittels polizeilicher und repressiver Maßnahmen und mauert so einen Park in Kreuzberg ein. Und den anderen Teil umschmeichelt man, denn dessen Geld kurbelt den Konsum an. Für diesen Teil wird die Stadt smart und hübsch gemacht. Berlin ist eine Marke und wird als solche gehandelt.
Für Giffay entspricht der Ausbau des Stromnetzes der rasanten Digitalisierung des Alltags, als handele es sich um eine Naturgewalt, die über uns hereinbricht. Als entscheiden nicht die TECH-Konzerne und die Tech-Faschisten über die Durchsetzung von KI, welche den weltweiten Stromverbrauch laut Bundeswirtschaftsministerium bis 2030 verdoppeln wird. Als entscheiden nicht Politiker und Wirtschaftsliberale darüber selbst, wenn in den BVG-Bussen kein Bargeldzahlen mehr möglich ist und Menschen zu digitaler Bezahlungen gezwungen werden, deren Tracking damit auch gleich gewährleistet ist, in einer renitenten Stadt, in der es eine Tradition militanter Bewegungen gibt, die es zu kontrollieren gilt. Als entscheidet nicht die Politik, wenn sie der Polizei und den Geheimdiensten die Überwachungssoftware Palantir in die Hand gibt, deren treibende Kraft ein Faschist aus den USA ist und dessen Software ein digitales Netz zur Überwachung der Menschen vorsieht. Giffay wirbt für den Ausbau des Netzes mit „unseren“ Unternehmen und der zunehmenden Elektrifizierung der Mobilität: „Aus Liebe zu Berlin, das modernste Stromnetz für die klimaneutrale Hauptstadt“. Und geübt darin, Kritik die Spitze zu nehmen, hat die Stromnetz Berlin „Bürgerräte“ als Feigenblätter miteinbezogen, die lächerliche Beteiligungen an Belanglosigkeiten ausüben können, aber über die Richtung energiepolitischer Entscheidungen und der Gestaltung der Stadt nichts zu sagen haben. Nachdem Vattenfall und die Stadt aufgrund einer breiten Bürger:innen-Initiative gezwungen waren, eine “Rekommunalisierung“, eine Verstaatlichung des Stromnetzes einzuleiten und BEN als Eigentümer einzusetzen, betreiben sie business as usual und der Irrsinn geht unvermindert weiter. Die Vision ist klar: Smart City – Stromnetz Berlin spricht es aus: „Berlin befindet sich auf dem Weg, eine der führenden Smartcity-Metropolen zu werden. In allen Bereichen des städtischen Lebens hat dieser Transformationsprozess bereits begonnen“. Und: „intelligente Infrastrukturen und besonders das „smart grid“ (intelligentes Stromnetz) werden das Fundament bilden – als vernetztes Betriebssystem wird es zum Rückgrat und Katalysator der Energiewende.“ Abgesehen davon, dass wir den Begriff „Energiewende“ für Augenwischerei halten und ersetzen würden mit „technologischer Angriff auf mit-menschliche Verhältnisse“, stimmen wir überein.
Die konkreten Angriffe auf den Technologiepark Adlershof, auf Teslas Gigafactory, auf die Infrastruktur des Vattenfall Steinkohlekraftwerks Reuter, und auf den Knotenpunkt von Vodafone in Adlershof sind Referenzpunkte unserer Aktion, sowie die vielen militanten Aktionen, die Akzente gegen die Zerstörung unserer Erde setzen. Auch wenn diese Sabotageakte hohe finanzielle Einbußen verursachen, können sie als einzelne (!) Aktionen keine politische Richtungsänderung erzwingen. Aber sie weisen einen Weg und eine Richtung auf, die wir allen Metropolen nahelegen. Legt die Infrastrukturen lahm, die dem „technologischen Angriff“ dienen und der Zerstörung der Erde Vorschub leisten. Der Konsens über Teilhabe am Projekt einer imperialen Lebensweise ist aufkündbar. Eine soziale Massenbewegung gegen die weltweite Zerstörung der Lebensgrundlagen und gegen alle Kriege und Ressourcenplünderungen geht mit der Fähigkeit zur Sabotage der Stromnetze und der Energieadern einher.
Der Angriff auf das Gaskraftwerk ist ein Akt der internationalen Solidarität mit allen, die die Erde und das Leben schützen. Unser Widerstand ist vielfältig und oft brauchen wir im Nebel der Desinformationen, der unterschiedlichen kulturellen Zugänge, der sprachlichen Differenzen noch zu viel Zeit, um die Gemeinsamkeiten zu erkennen. Aber wir sind zuversichtlich, dass im Dunkeln das Licht nicht weit ist. Wenn wir diese Aktion in den Kontext eines weltweiten Widerstandes stellen, ob in den USA, Lateinamerika, Asien, China oder Russland, in Europa oder Australien, der gegen alle Erscheinungsformen der Dominanz, Herrschaft und Zerstörung der Erde gerichtet ist, sind wir zuversichtlich, dass wir gehört werden, dass diese Beiträge übersetzt werden, dass uns übersetzte Beiträge erreichen, dass auf den verschlungenen Pfaden des Widerstands eine subversive Kommunikation stattfindet, die einander erkennt. Und eingreift. Und dies möglichst ohne Blut zu vergießen, aber entschlossen, den Herrschenden den Saft abzudrehen.

Vulkangruppe : Den Herrschenden den Saft abdrehen

Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten
Das Ende der imperialen Lebensweise einleiten
Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit
Den Raubbau an der Erde stoppen

Freiheit für alle Antifas, Klimaaktivist:innen und all die anderen Widerspenstigen